Sodgareneli Sch. (Sch. aus Sodgari)Erzählungen, 204 S., Diogene 2012 Diese Erzählungen – "Der Jäger", "Sodgareneli Sch.", "Auf der Datscha" und "Niko" – sind vollkommen anders als Tschkwanawas bisherige Erzählungen. Die ganze Sammlung baut auf Spannungseffekten auf. Märchenhaftes und reale Welt greifen natürlich ineinander. Dramatische Episoden wechseln ins Komisch-Skurrile. Allen gemeinsam ist, dass sie von tragischen Geschehnissen erzählen, die den oft naiven und abergläubischen Protagonisten direkt oder indirekt treffen. Die Dörfer oder ländlichen Kleinstädte mit Seen, Meer und Berglandschaften lassen sich als das Umland der Schwarzmeerküste identifizieren, eine bunte Welt am Rand. Plastisch und zugleich fern und unwirklich ist diese Welt, in der archaische Regeln gelten, die noch von den Geistern der Ahnen bevölkert ist und die parallel zu dem immer mehr vordringenden modernen Leben fortbesteht. Die Protagonisten geraten immer wieder mit der Lebensart des städtischen Milieus in Konflikt. Die Gemeinschaft und auch ihre Toten üben immer noch ihre Macht auf die Individuen aus. Wie auf den Jäger Kakkuba, der aus Eifersucht seine Frau umbringt und auch den Rivalen in eine tödliche Falle locken will, ihr aber selbst zum Opfer fällt. |
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