Rachel Gratzfeld, Literaturvermittlung :: tqeebisMepe

Titel
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Tqeebis mepe (König der Wälder)

Roman, 240 S., Bakur Sulakauri, 2013

Turaschwili nutzt die Legende um König Dawit den Erbauer, um zu veranschaulichen, dass sein Land auch heute an einem Scheideweg steht und sich entscheiden muss, welche Richtung es einschlägt.

Im 11. Jh. sind Anatolien, Kleinasien, Persien und fast die ganze arabische Halbinsel von seldschukischen Emiren beherrscht. Auch Georgien steht unter der Herrschaft der Seldschuken. König Dawit will das fremde Joch abschütteln. Die Geschichte beginnt mit der dramatischen Schlacht in Didgori am 12. August 1121, dem entscheidenden Kampf um Tbilissi, als das georgische und das Seldschuken-Heer einander gegenüber stehen. Die Seldschuken sind in der Überzahl und siegessicher. Doch eine List führt die Georgier schließlich zum Sieg.

Turaschwili mischt Legenden, historische Fakten und Geschichtsversionen rund um David den Erbauer und zieht implizit Parallelen zwischen dem damaligen und dem heutigen Georgien, das die mit Unabhängigkeit und Staatlichkeit verbundenen Werte erst wieder aufbauen muss, so wie der große König dies damals getan hat.

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